PETE CERVENEC
2026
Alles zurück auf Anfang
Neues Lebenskonzept nötig....
Ich hatte mein Paradies gefunden. Sonne, Strand, Meer, Berge, Wüsten, die wohl vielfätligste Natur Europas. So vielfältig in ihren Kontrasten, dass mein Kopf die Eindrücke zeitweise nicht verarbeiten konnte und ich mit einem unkontrollierten Lachen zwischen Bergen und Atlantik hin und her blickte. Kann man wirklich alles haben? Spanisch war schnell gelernt und damit auch ein wunderbares soziales Netzwerk aufgebaut, berufliche Perspektiven und viel, viel Lebensfreude. Und dann hab ich es verlassen. Wofür?
Für ein Zuhause. Ich kann überall zu Hause sein. Die Welt ist eine Kugel. Jeder ist hier zu Hause. Wir können diesen Ort nicht einmal dann verlassen, wenn wir es wollen. Aber mein "Zuhause" ist anders. Es ist ein Mensch, den ich in Bilbao traf. Mein Mensch. Und dieser lebrt in Belgien. Dem bisher trostlosesten Land, das ich in Europa besucht habe. Die Menschen sind gefangen in Arbeit, um sich einen Lebensstandard zu ermöglichen, der weit unter dem liegt, was ich in Spanien kennenlernen durfte. Unsicherheit und Kriminalität in mir unbekanntem Maße, haben viele Menschen in versclossene und emotional zurückgezogene Wesen verwandelt. Ein Kontrast, wie er zum offenen, freundlichen Wesen der Südländer nicht größer sein könnte. Die Infrastruktur erlaubt den Menschen kaum Freizeit, weil Besorgungen, die über den normalen Supermarkt hinausgehen schon mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Außer man erleledigt alles über das Internet, was aber zu noch merh sozialer Abschottung führt.
Ich mache also einen Neuanfang, um mit meinem geliebten "Zuhause" eine gemeinsame Zukunft zu finden .Flämisch lernen, mit der Situation anfreunden, sich nicht vom gedrückten Lebensgefühl anstecken lassen, die finanzielle Situation anpassen und gemeinsam nach Inseln des Glücks suchen. Mein Partner will auf keinen Fall, dass ich mein Lebensstil für ihn aufgebe, aber für "uns" bin ich bereit jeden Kompromiss einzugehen. Nein, man kann nicht alles haben. Aber man kann dennoch verdammt glücklich sein.
Da ich wieder 1500km näher an der "alten Heimat" wohne, werde ich 2026 sowohl alte Netzwerke in Deutschland wieder aufleben lassen, wie auch weiter im kulturellen Bereich in Spanien tätig sein.
Wie ich das realisieren werde, das weiß ich selbst noch nicht.
Fotografie
Einen Schritt zurück nach vorne...
Es hat viel Mut und die Unterstützung meines Partners gekostet, aber letztendlich habe ich mich dazu entschlossen, meine gestohlenen analogen Geräte komplett zu ersetzen. Mit dem zunehmenden Einfluss künstlicher Intelligenz habe ich mich seit 2024 immer mehr in die analoge Welt zurückgezogen.
Eine reale Welt. Soziale Medien haben für viele Menschen über
Generationen hinweg das reale soziale Leben ersetzt.
Die „Erweiterung” hat ganze Gruppen von Menschen so sehr von der Welt entfremdet, dass echte Kommunikation oft nicht mehr möglich ist oder zumindest eine große Herausforderung darstellt. Ich denke, es ist unbestritten, dass soziale Medien unsere emotionale Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung stark beeinflusst haben. Mit den wachsenden Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz sehe ich die Gefahr einer völligen Verzerrung der Realität.
Die Analogie lässt diesen Schritt nicht zu. Sie zeigt die Welt, wie sie ist. Emotionen sind echt und unverfälscht. Kleine Fehler und Ungenauigkeiten, absichtlich und unabsichtlich, zeigen das Leben in seiner liebenswerten, unvollkommenen Schönheit.
Musik
Zurück auf die Bühne
Das Leben hat mich nach Belgien geführt. Trotz aller damit verbundenen Nachteile gibt es auch einen Vorteil. Ich bin jetzt 1500 km näher an Deutschland, was Auftritte wieder einfacher macht. Die kurze Entfernung ermöglicht es mir auch, wieder freie Trauungen, Abschiede und private Veranstaltungen zu organisieren oder zu begleiten. Meine eigenen Kompositionen habe ich komplett zurückgestellt.
Sie erscheinen mir in einer Welt, in der mit nur fünf Mausklicks
beeindruckende Werke erzeugt werden können, einfach unnötig.
Es macht Sinn, meine Werke für mich selbst zu behalten und mich lieber auf die Bühne zu konzentrieren. Meine „Heimatbühne” im Dubliner Bayreuth ermöglicht es mir, ganz einfach schöne Abende zu gestalten und manchmal in entspannter Atmosphäre richtig loszulassen.
Das nächste mal:
13. Feb. 2026
Im Dubliners Bayreuth
Deutschland
Travel
Jetzt mit einem zu Hause...
Fast drei Jahre hatte mein Heim Räder. Von Wüsten über das Meer und die Berge bis an den rauen Atlantik, reiste ich kreuz und quer durch Europa und fühlte mich nahezu überall zu Hause. Doch jetzt lebe ich wieder in einer ganz konventionellen Wohnung. Zusammen mit Partner in einem ganz "normalen" Leben. Sicher am falschen Ort, aber definitiv mit dem richtigen Menschen. Das bedeutet aber nicht, dass mein Reisen stoppen soll. "Studio-1", mein Wohnmobil und mobiles Studio, existiert nach wie vor und wird auch nach den nötigen Reparaturen wieder ausgiebig genutzt. Für Fotoreisen, Konzertreisen und natürlich gemeinsame Reisen.
Durch meinen Hund Áki ist es nicht leicht, einfach herumzufliegen, da ich meinen geliebten Begleiter und Superhund nicht unter den gegebenen Umständen in ein Flugzeug mitnehmen möchte. Dann lasse ich lieber eine Reise oder eine Gelegenheit aus.
In dieser neuen Situation gibt es neben Flämisch noch einiges mehr für mich neu zu lernen. Grundlegend brauche ich ein Lebenskonzept, das alles verbindet.
Peter Cervenec
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